Info für Sprach-Scouts

Wer darf sich „Sprach-Scout“ nennen?

Wer bei „Sprache verbindet“ mitmacht und so Kindern hilft, die deutsche Sprache zu erlernen, den bezeichnen wir als „Sprach-Scout“. Die mindestens 15 Jahre alten Jugendlichen sollten besonders gut im Deutschunterricht sein und vor allem Spaß daran haben, kleineren Kindern spielerisch etwas beizubringen. Interesse an Pädagogik und sozialem Engagement sind von Vorteil.

Zwei Fragen vorab an alle, die gerne Scout werden möchten:

  • Haben Sie Geduld mit Kindern?
  • Haben Sie genügend Zeit, um die vereinbarten Termine ein- bis zweimal wöchentlich mindestens für ein Jahr einhalten zu können? 

Wenn Sie diese Fragen mit „JA“ beantworten können, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Es ist sicherlich keine leichte Aufgabe, Kinder mit einer Einwanderungsgeschichte im Alter von 4 bis 10 Jahren mit der deutschen Sprache vertraut zu machen. Um Sie auf diese Aufgabe vorzubereiten, ist die Teilnahme an den Scout-Workshops zwingend erforderlich (die Termine finden Sie hier https://www.sprache-verbindet.net/termine/.

Und so funktioniert es:

1. Anmeldung

Füllen Sie das Anmeldeformular vollständig aus und senden Sie es an die angegebene Adresse. 

Falls Sie das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, benötigen wir ein polizeiliches Führungszeugnis (in der Regel Oberstufenschüler).

2. Zuordnung

Die jeweiligen Projekt-Verantwortlichen bekommen Ihren ausgefüllten Antrag und ordnen Ihnen einen „Paten“ oder eine „Patin“ zu. Der „Pate“ ist die Anlaufstelle für Sie und das Förderkind in Bezug auf das Betreuungsverhältnis.

3. Kontaktpflege

Der Pate oder die Patin wird mit Ihnen und der Familie des Kindes einen Termin vereinbaren, um ein erstes gemeinsames Gespräch zu führen, bei dem alle Einzelheiten des Betreuungsverhältnisses (Zeiten, Bezahlung etc.) festgelegt werden. Mindestens einmal im Vierteljahr melden Sie sich bitte bei seinem Paten, um über die Lernfortschritte des Kindes zu berichten und die Betreuungsstunden abzurechnen (siehe Punkt 7). Sollten zwischenzeitlich irgendwelche Probleme auftauchen, ist auch der Pate immer der erste Ansprechpartner für Sie.

Nach ein bis zwei Monaten sollten sich der Pate, Sie und die Familie zusammensetzen, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Voraussetzung: „Sprache verbindet“ veranstaltet darüber hinaus regelmäßig gemeinsame Treffen aller Scouts, damit sie Erfahrungen austauschen und voneinander lernen können. Diese Treffen sollten Sie nach Möglichkeit besuchen. 

4. Betreuungsverhältnis

Als „Sprach-Scout“ haben Sie die Chance, eine Familie kennen zu lernen, die meist aus einem anderen Kulturkreis kommt und oft auch einer anderen Religion angehört als Sie selbst. Deshalb sollten Sie  offen sein für alles Neue und der Familie mit Respekt und Toleranz begegnen. Sie sind angehalten, das leihweise übergebene Informations- und Lehrmaterial – vor allem auch den theoretischen Teil – genau zu studieren und danach zu handeln. Sie kommen gewissermaßen als ältere/r Freund/Freundin des Kindes in die Familie, nicht als Nachhilfelehrer/in. Deshalb sollte der Kontakt freundschaftlich sein. Die Hilfe gelingt am besten, wenn Sie sich auf die Fähigkeiten und Interessen des Kindes einlassen.

Je jünger das Kind ist, desto spielerischer sollte der Kontakt sein und Freude machen. Freizeitaktivitäten – insbesondere draußen in der Natur und auf Spielplätzen – sind besonders erwünscht und sinnvoll. Als Ergänzung sollte die städtische Kinder-Bücherei aufgesucht werden, in der neben Büchern auch andere Medien und Spiele ausgewählt werden können.

5. Kontakt zu Lehrern/Erziehern

Aus pädagogischen Gründen ist eine Kontaktaufnahme mit dem Kindergarten bzw. der Grundschule erforderlich. Dazu ist eine vorherige Genehmigung der Eltern einzuholen (die Hilfe-Vereinbarung liegt in vierfacher Ausfertigung der Scout-Mappe bei), die von allen Parteien unterschrieben an den jeweiligen Projekt-Verantwortlichen einzureichen ist. Die drei übrigen Exemplare erhalten die Familie, der Pate – ein Exemplar bleibt bei Ihnen.

6. Lernschwierigkeiten

Es ist möglich, dass sich nach einer Zeit von zwei bis drei Monaten trotz redlicher Bemühung keine Lernerfolge (z. B. messbar an Übungs- und Klassenarbeiten oder Mitteilung des Lehrers) einstellen. Es gibt auch Kinder, die aus Krankheitsgründen sprach- und/oder lernbehindert sind, die Konzentrations- oder andere Schwierigkeiten haben, die die Sprachentwicklung erschweren. Hier sollten Sie sich an den Paten und/oder an die Lehrer/Erzieher wenden und Ihre Beobachtungen mitteilen, so dass nach geeigneter Hilfe (z. B. Logopädie) gesucht werden kann.

7. Entlohnung

Als „Sprach-Scout“ erhalten Sie für eine Förderstunde (60 Minuten) 8 EUR. Von den 8 EUR zahlt Ihnen die Familie 4 EUR. Der Rotary Club bezuschusst maximal zwei Stunden pro Woche und pro Kind ebenfalls mit jeweils 4 EUR. Die Auszahlung übernimmt der Pate nach Vorlage des Abrechnungsformulars und des dazugehörigen Beispielberichtes.

8. Zertifikat

Als „Sprach-Scout“ haben Sie nach erfolgreicher Betreuung und Bestätigung durch den Paten Anspruch auf eine Tätigkeitsbescheinigung, die für Ausbildungszwecke oder berufliche Anforderungen von Bedeutung sein kann.

Nutzen Sie zur Abrechnung dieses Formular: